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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Turenne-Museum

Lebenslauf

Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne

1611 Henri de La Tour d´ Auvergne, vicomte de Turenne, Sohn des hugenottischen Herzogs von Bouillon und dessen Ehefrau Elisabeth von Nassau, wird am 11. September im Schloss von Sedan geboren.

1629 Turenne kämpft als Freiwilliger in der holländischen Armee unter der Führung seines Onkels Friedrich Heinrich von Nassau, Statthalter der Niederlande. Im Jahr darauf tritt er in französische Dienste und erhält als Oberst das Kommando über ein Infanterieregiment.

1635 Für seine Verdienste im lothringischen Feldzug wird Turenne zum "maréchal de camp" befördert.

1636 Frankreich greift gegen die Habsburger in den Dreißigjährigen Krieg ein, Turenne wird im Elsass bei Zabern verwundet.

1640 Turenne kämpft in Italien gegen die Spanier. 

1643 Beförderung zum "maréchal de France". 

1646 Feldzug Turennes in Schwaben, Belagerung von Augsburg. 

1648 Turenne gewinnt mit den schwedischen Verbündeten die Schlacht bei Zusmarshausen. Der Dreißigjährige Krieg endet, der Krieg zwischen Frankreich und den spanischen Habsburgern wird jedoch bis 1659 fortgesetzt. 

1650 Während des französischen Bürgerkriegs der "Fronde" (Adelsaufstand gegen die Königsherrschaft, 1648-1653) kämpft Turenne zunächst auf Seiten der "Frondeure" und verliert die Schlacht von Rethel gegen königstreue Truppen. 

1651 Turenne wird von Ludwig XIV. amnestiert und heiratet Charlotte de Caumont. 

Turenne-Litographie aus dem Jahr 1840 nach einem älteren Vorbild

1652 Als Oberbefehlshaber über die königstreuen Truppen erringt Turenne einen Teilerfolg über die Frondeure unter der Führung des abtrünnigen Condé in der Schlacht von Bléneau. Im selben Jahr erobert er Paris von den Frondeuren zurück. 

1656 In der Schlacht bei Valenciennes fügen die Spanier unter Condé Turenne seine schwerste Niederlage zu. Doch zwei Jahre später schlägt er Condé in der Schlacht bei den Dünen (nahe Dünkirchen) vernichtend. 

1661 Turenne berät Ludwig XIV. in militärischen Fragen und wird mit der Reorganisation der französischen Kavallerie betraut. 

1667 Im Devolutionskrieg gegen Spanien befehligt Turenne die französische Invasionsarmee in Flandern. 

1668 Turenne konvertiert zum Katholizismus. 

1672 Im Holländischen Krieg (1672-1678) gegen die Habsburger erobert Turenne Arnheim. 

1673 Turenne stößt ins rechtsrheinische Deutschland vor, wird aber vom kaiserlichen General Montecuccoli ausmanövriert und muss sich über den Rhein zurückziehen. 

1674 Turenne schlägt die kaiserlichen Truppen bei Sinsheim und verwüstet die Kurzpfalz. Er führt den Krieg entgegen den üblichen Gepflogenheiten auch im Winter fort und erringt Erfolge gegen die kaiserlichen Truppen im Elsass. 

1675 Turenne fällt den kaiserlich-brandenburgischen Truppen überraschend in den Rücken und macht zahlreiche Gefangene. Im Juni überschreitet er den Rhein und marschiert in Baden ein. Am 27. Juli wird er in der Schlacht bei Sasbach gegen die kaiserliche Armee unter Montecuccoli von einer Kanonenkugel getötet.

Zeitgenössischer colorierter Kupferstich der Schlacht von Sasbach (Fotos: Haus der Geschichte / Daniela Busam, HdG, Bernd Eidenmüller)