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Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Ausstellungsarchiv

Zerreißprobe Frieden

Zerreißprobe Frieden – Baden-Württemberg und der Nato-Doppelbeschluss

Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg vom 23. April bis zum 3. Oktober 2004

"Atomkrieg nicht begrenzbar" - "Frieden schaffen ohne Waffen": Die Ausstellung erinnerte an die Auseinandersetzung um die Nachrüstung und Stationierung von Atomraketen in Mutlangen sowie auf der Waldheide bei Heilbronn in den 1980er Jahren. Sie spannte einen Bogen von der Verabschiedung des NATO-Doppelbeschlusses über die gewaltfreien Protestaktionen der Friedensbewegung mit der großen Sitzblockade in Mutlangen und der Menschenkette mit mehr als 250.000 Friedensdemonstranten 1983 bis zur Demontage der Waffen. Filmausschnitte, Fotografien und Erinnerungsstücke von Zeitzeugen dokumentierten neben dem gewaltlosen Widerstand auch die "andere Seite": das amerikanische Militär und den Alltag der Polizisten, die die Sitzblockaden vor den Raketendepots auflösten.

Ausstellungsleitung: Dr. Paula Lutum-Lenger
Kuratoren: Dr. Bernd Holtwick, Dr. Sabrina Müller, Dr. Immo Wagner-Douglas
Ausstellungsgestaltung: Marcel Keller, Stuttgart
Grafik: Anja Harms, Oberursel

Transparent und Protestplakate bekannter Designer
Modell einer russischen SS-20-Atomrakete (Fotos: Haus der Geschichte)

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